Ein Fastenbonbon

Ein Bonbon ist süß, bon-bon heißt gut-gut. Ein Fastenbonbon ist etwas, das uns in der Fastenzeit guttut. Gerade in der heutigen Zeit tut es uns gut, unsere Beziehungen zu pflegen – wenn auch auf Abstand. Und das Fasten ist ursprünglich dafür gedacht, die Beziehung zu Gott zu pflegen – trotz Abstand.

Das Team der Lichtblicke-Gottesdienste, die einmal im Monat in der Evangelischen Kirche in Schaafheim stattfinden, hat einige gute Tipps zusammengestellt. Gut-gute 😉 Tipps für alle, die sich in der Fastenzeit stärker auf Gott und weniger auf Konsum ausrichten wollen.

Im Folgenden finden sich kleine und große Herausforderungen. Man kann sich eine Sache für die gesamten sechseinhalb Wochen vornehmen. Oder eine Sache pro Woche. Oder mehrere Dinge gleichzeitig – ganz nach Belieben.

Ein wichtiger Grundgedanke ist, nicht nur auf etwas zu verzichten, sondern dies zugleich durch etwas anderes zu ersetzen. Sehr hilfreich zum Durchhalten ist es außerdem, sich jemanden zu suchen, der mitmacht.

Die geneigte Leserschaft möge nun selbst die Zutaten wählen für eine interessante Fastenzeit! Und dabei feststellen: Verzicht ist ein Opfer. Aber Verzicht ist auch Freiheit!

Fastenthema:Was man stattdessen tun kann:
Eine Woche auf Autofahren verzichten (oder bei bestimmten Wegen auf das Auto verzichten)Zu Fuß gehen oder Fahrradfahren. Die frische Luft genießen und Gott Danke sagen.
Keine Süßigkeiten essenBei Heißhunger innehalten und mir bewusst machen: Gott liebt mich!
Pfandflaschen statt Einwegflaschen kaufenDas Pfandgeld während der Fastenzeit sammeln und den Ertrag einem Hilfsprojekt spenden
Auf Fleisch verzichtenVon dem gesparten Geld jemanden mit einem Blumenstrauß überraschen
Auf Social Media oder auf Fernsehen verzichtenIn der freigewordenen Zeit beten oder Bibel lesen.
Aufs Jammern verzichtenFür Menschen beten, denen es schlechter geht als mir.
Gedanken stoppen, die mir nicht guttun.Einen Bibelvers suchen, der mich aufbaut (z.B. auf bibleserver.com). Diesen Vers auf einen Zettel schreiben und immer dann lesen, wenn die negativen Gedanken kommen.
Verzicht auf Gedanken über Corona (Nachrichten schauen, Infektionszahlen checken usw.)Ein Lied singen. Oder zwei.

Auch die XRCS-App ist ein guter Begleiter. Weitere Ideen und Tipps finden sich unter www.klimafasten.de.

Und hier noch zwei Buchempfehlungen:

Monika Büchel: Mehr als Fasten. Mit Jesus unterwegs nach Jerusalem. 46 Stationen bis Ostern. ISBN: 978-3-95568-256-9. 112 Seiten, 12,95 €

Begleiten Sie Jesus auf seiner letzten Reise nach Jerusalem, bei Gesprächen mit seinen Jüngern und Diskussionen mit seinen Gegnern. Erleben Sie mit, wie Jesus Menschen begegnet, wie er stirbt und vom Tod aufersteht.

Corien Oranje, Mariska Vos: Sieben Wochen unterwegs mit Gott.
ISBN: 978-3-7893-9809-4. 128 Seiten, 14,95 €

An jedem Tag der Passionszeit wird ein kurzer geistlicher Impuls in eine ganz praktische Idee kreativ übersetzt. Kleine Projekte, die sich mit wenig Aufwand umsetzen lassen, sprechen alle Sinne an. So wird die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu und seiner Auferstehung im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbar. – Mit vielen Ideen zum Dekorieren, Basteln, Kochen, Hören …

Sie können die Bücher bei Ihrer Buchhandlung telefonisch bestellen. Die meisten Buchläden bieten eine Abholmöglichkeit an.

Und schließlich noch ein Vorschlag, wie eine Begegnung mit Gott möglich werden könnte:

  • Eine Kerze anzünden.
  • Ein kurzes Gebet sprechen: „Hier bin ich. Und du siehst mich. Danke, Gott!“
  • Still sein.
  • Ein Lied singen.
  • Ein Bibelwort lesen. Laut lesen. Mehrmals lesen.
  • Das Wort Gottes auf mich wirken lassen. Lauschen. Welche Gedanken tauchen auf?
  • Im Gebet antworten.
  • Gottes Segen erbitten.
  • Die Kerze löschen.

Womit verbringe ich meine Zeit? – In diese „Uhr“ kann ich meinen typischen Tagesablauf eintragen. Wo ist Zeit für Gott?

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