Energie-Sparen

Durch die Krisen ist inzwischen jeder und jedem bewusst, dass sich unsere Art zu leben und auch unser Komfort ändern wird.
Wir als Kirchenvorstand haben uns Gedanken gemacht, was dies konkret bedeuten kann; als leitendes und entscheidendes Gremium stehen wir in der Verantwortung.

Wir werden uns selbstverständlich an allen sinnvollen Maßnahmen zum Energiesparen beteiligen!
Das fängt damit an, dass seit einiger Zeit elektrische Beleuchtung im Gottesdienst nur noch angeschaltet wird, wenn es zur Beleuchtung erforderlich ist.
Jetzt im Sommer ist die Heizung natürlich nicht notwendig, um die Kirchen zu wärmen – aber wir werden sie im Herbst auch nicht wegen eines kühlen Morgens einschalten. Außerdem ist die Grundtemperatur bereits auf 8,5° (statt 10°) und die „Benutzungstemperatur“ von 18° auf 16,5° gesenkt worden. Unsere Landeskirche empfiehlt schon länger nur 15° – da fühlen sich viele aber mit der von der angewärmten Luft mitgebrachten Luftbewegung nicht wohl. Der „Wind“ fühlt sich auf der Haut kühler an.
Wir werden wohl alle im nächsten Herbst und Winter auch in unseren Wohnungen die Heizungen etwas reduziert betreiben und eine Jacke anziehen oder eine Decke auf dem Schoß liegen haben. Wenn wir uns zum Gottesdienst treffen, wird es wohl normal werden, Winterstiefel zu tragen und unter der Jacke vielleicht noch einen warmen Pullover anzuziehen. Wer etwas empfindlicher ist, behält beim ruhigen Sitzen gerne auch die Handschuhe an – und vor allem Männer, deren Kopf kaum noch behaart ist, sollten sich nicht scheuen, die warme Mütze auch in der Kirche auf dem Kopf zu behalten. Hier ist Gesundheit und Selbstfürsorge wichtiger als althergebrachte Gewohnheiten!

Mit den Pfarrern haben wir überlegt, ob es auch mal ein bisschen Bewegung zum Kreislauf anregen oder eine etwas kürzere Predigt geben sollte, damit sich Menschen im Gottesdienst wohl fühlen.

Wenn es mit der Knappheit von Gas so weiter geht, wie es möglich scheint, kann es auch sein, dass wir die Kirchengebäude gar nicht mehr beheizen können – dann werden wir über weitere Schritte wieder beraten. Und die Fachleute sagen uns, dass die Orgel nicht leiden würde.
So könnte es – zumindest nach Weihnachten – sehr gut sein, dass wir im dann wohl weitgehend renovierten Gemeindehaus Gottesdienste feiern.
Möglicherweise werden wir dort auch unter der Woche eine Etage bewusst heizen, damit Menschen sich dort im Warmen treffen können. Sie sehen, dass wir uns der Situation stellen.

Für den Kirchenvorstand: Karola Ott

Kommentare sind geschlossen.