Friede auf Erden …

…so steht es alle Jahre wieder an unserem Kirchturm, weithin sichtbar. Und alle Jahre wieder bringt mich der Satz zum Nachdenken.

Liebe Leserinnen und Leser, es ist die Botschaft der Engel, die in der Heiligen Nacht den Hirten verkünden, dass der Retter geboren ist:

„…und alsbald war da die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: ‚Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!‘“

Frieden auf Erden – das wünschen wir uns alle, und auch wenn in unserem Land kein Krieg herrscht – Gott sei Dank! – ist uns bewusst, dass unzählige Menschen leiden und sterben, weil die Erde leider kein friedlicher Ort ist.

Was haben sich die Engel dabei gedacht, als sie trotzdem vom Frieden sangen, war es ein Wunsch, eine Prophezeiung? Ich denke, die Engel meinten folgendes:

Gott hat seinen Sohn auf die Erde geschickt, um uns Frieden anzubieten. Denn wir kriegen das alleine nicht hin mit dem Frieden. Das fängt schon in unserem eigenen Herzen an; wie unruhig sind wir oft, hin- und hergerissen zwischen vielen Wünschen und Interessen. Und unsere Zwiespältigkeit tragen wir hinein in unsere Umgebung, und aus Kleinigkeiten wird ein großer Streit…

Wir brauchen Hilfe, um Frieden zu halten, und deshalb brauchen wir als erstes Frieden mit Gott. Denn nur bei ihm kommt unser Herz zur Ruhe. Gott hat seinen Sohn zu uns geschickt, damit er uns von der Liebe des himmlischen Vaters erzählt und für all unsere Schuld am Kreuz bezahlt.

Wenn wir dieses unglaubliche Friedensangebot annehmen, dann wird unser Herz zu einer Keimzelle des Friedens auf dieser Erde voller Leid. Trotz all unserer Fehler und Unzulänglichkeiten wohnt Jesus, das Licht der Welt, in uns. Und je mehr er unser Leben prägen darf, desto heller scheint unser kleines Licht hinein in unsere dunkle Welt und bringen Frieden und Hoffnung.

Ich wünsche Ihnen von Herzen Frieden mit Gott, mit sich selbst und mit allen Menschen! Und ein gesegnetes und frohes Christfest!

Ihre Christiane Seresse, Pfarrerin

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