Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

Markus 12,30

Monats­spruch für Januar 2026

Gott sehnt sich nach unserer Liebe! Kann man sich das vor­stel­len? Was für ein Kom­pli­ment! Was findet er an uns? Ich kann es mir nur so erklä­ren: er hat uns als seine Kinder geschaf­fen und wünscht sich nichts mehr, als dass wir in einer guten Bezie­hung zu ihm leben.

Jesus ver­gleicht Gott mit einem Vater, dessen Sohn weg­läuft und die Bezie­hung zu seinem Vater abbricht (Lukas 15). Als der Sohn schließ­lich wieder nach Hause kommt, emp­fängt ihn sein Vater mit offenen Armen. Er hat jeden Tag nach seinem Sohn Aus­schau gehal­ten! Dieser Vater macht seinem Sohn keine Vor­würfe! Im Gegen­teil, er feiert eine Wie­der­se­hens­party mit ihm!

So groß ist Gottes Liebe! Er liebt alle seine Kinder, und er ist bereit, alles zu ver­zei­hen – Haupt­sa­che, wir als seine Kinder kommen zu ihm zurück!

Das alles wissen wir von Jesus. In anderen Reli­gio­nen ist es nicht unbe­dingt üblich, dass die Götter die Men­schen lieben, wie man ein Kind liebt. Oft sind die Men­schen eher die Diener der Götter, und sie leben in Angst vor ihnen.

Als Jesus einmal gefragt wird, was das wich­tigste Gebot ist, da ant­wor­tet er, indem er Gottes Sehn­sucht nach seinen Kindern beschreibt: Kinder, die ihren Vater von ganzem Herzen wie­der­lie­ben – das ist es, was Gott sich am meisten wünscht. Amen! 

Pfar­re­rin Chris­tiane Seresse