Am Sonntag, 25.01.2026, öffnet sich das Kir­chen­tor der Stadt­kir­che um 17 Uhr für ein beson­de­res Konzertangebot. 

Lie­der­ma­cher Jürgen Poth aus Rein­heim singt und erzählt in seinem aktu­el­len Pro­gramm vom jüdisch-christ­li­chen Mit­ein­an­der. Mit eigenen Texten und alten Melo­dien bietet er Ein­bli­cke in eine Kultur, die seit über 1700 Jahren zu uns gehört und doch fremd geblie­ben ist. Er schil­dert das Leben im Baben­häu­ser Land im Verlauf unserer gemein­sa­men Geschichte und gibt damit den Nach­barn, von denen viel­leicht nur noch ein Stol­per­stein als Erin­ne­rung übrig ist, wieder ein Gesicht. Er lädt musi­ka­lisch dazu ein, auch auf das Neben­ein­an­der und Gegen­ein­an­der christ­li­chen und jüdi­schen Lebens zu schauen. Kul­tu­relle Par­al­le­len in der welt­li­chen Nach­bar­schaft von Juden und Chris­ten wurden zwi­schen 1933 und 1945 mit den Ver­bre­chen des Holo­caust sys­te­ma­tisch ausgelöscht. 

Der Gedenk­tag für die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus am 27. Januar lehrt uns all­jähr­lich, mit unserer Ver­ant­wor­tung umzu­ge­hen, die Zeichen für Into­le­ranz zu erken­nen, sie offen anzu­spre­chen und wieder zu ver­läss­li­chen Nach­barn zu werden. 

Die Gäste der evan­ge­li­schen Kirche werden sich mit diesem Konzert auf eine beson­dere Erin­ne­rungs­reise begeben. 

Der Ein­tritt ist frei, Spenden sind herz­lich willkommen.