Du sollst fröh­lich sein und dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.

5. Mose 26,11

Monats­spruch für Februar 2026

„Du sollst fröh­lich sein“ – für unsere Ohren klingt das viel­leicht merk­wür­dig. Kann man Freude anord­nen? – Dieser Satz ist aus dem Hebräi­schen über­setzt, und man könnte ihn auch so wie­der­ge­ben: „Du wirst fröh­lich sein.“ Es ist also eher eine Ansage als ein Befehl. Wer das Gute in seinem Leben sieht und würdigt, der wird froh! Und das zeigt ja auch unsere Lebens­er­fah­rung: Dank­bar­keit ist das Geheim­nis von zufrie­de­nen Men­schen. Den Fokus auf das zu legen, was man hat, und nicht auf das, was man nicht hat – wer das tut, tut sich selbst etwas Gutes!

Als die Israe­li­ten diese Ansage bekamen, wurde auch gleich dazu gesagt, wie sie ihrer Freude und Dank­bar­keit Aus­druck ver­lei­hen konnten. Zum einen: erzäh­len, was Gott ihnen Gutes gegeben hat. Zum anderen: die ersten Früchte ihrer Ernte an Bedürf­tige weiterschenken.

Von beidem können wir uns heute etwas abgu­cken. Dass Teilen unsere Freude ver­grö­ßert, wird jeder erleben, der es prak­ti­ziert. Und von dem Guten zu reden, das Gott uns schenkt, wird uns helfen, uns mehr darauf zu fokus­sie­ren. Gleich­zei­tig regen wir unsere Mit­men­schen dazu an, es uns gleich zu tun. Und so ent­steht dieser Schnee­ball-Effekt: wir können unseren Beitrag leisten, auch in unserer Gesell­schaft den Fokus zu ver­schie­ben: weg von dem, was schief­geht oder fehlt, hin zu mehr Freude und Zufrie­den­heit. Amen! 

Pfar­re­rin Chris­tiane Seresse